15. April 2019

OneTimeSecret – genial einfach ... leider nicht für alle

OneTimeSecret – genial einfach

Möchte man eine sensible Information verschicken, die sich nach dem Anschauen/ Anklicken selbst zerstört, dann ist OneTimeSecret noch immer eine geniale Lösung. Bereits 2012 berichteten einschlägige Magazine wie z. B. der Focus über den Webdienst und verglichen ihn mit Szenen aus Agententhrillern, in denen sich brisante Botschaften nach Abhören oder Lektüre wie von Geisterhand selbst zerstören.

Und es stimmt, für Passwörter oder andere sensible Informationen, die außer dem Empfänger niemand zu Gesicht bekommen soll, ist OneTimeSecret der perfekte Service.
Die Bedienung ist extrem einfach: Besucher müssen ihre Nachricht nur in das Textfeld eingeben und auf „Erstellen Sie einen geheimen Link“ klicken, schon kann dieser an den Empfänger gesandt werden. Sobald der Empfänger den Link anklickt bekommt er den Hinweis, dass er sich das Geheimnis, also z. B. ein Passwort, jetzt und nur einmal anschauen kann. Klickt der Empfänger nun auf den Button, sieht er die Botschaft, die vorher eingegeben wurde. Magic! Das funktioniert nur einmal, danach wird die Nachricht gelöscht. Zerstört. Vernichtet. Für immer!

Wenn der Passwort-Link „kaputt“ ist

Nach all den Jahren der Nutzung von OneTimeSecret müssen wir leider immer wieder seltsame Denk- und Verhaltensmuster feststellen:

  1. Passwortschutz wird häufig (noch) nicht ernst genommen. Denn immer wieder kommt es vor, dass Kunden den bereits genutzten OneTimeSecret Link aus ihrem Mail-Archiv zücken, ihn anklicken und dann verärgert anrufen, weil dieser nicht mehr funktioniert. Was ja auch Sinn der Sache ist, denn wenn man die Seite aktualisiert oder den Link ein zweites Mal aufrufen will, erscheint die Meldung: „Unbekanntes Geheimnis. Entweder hat es nie existiert oder es wurde bereits angesehen.“
  2. Es wird häufig nicht gelesen. Die Anweisungen sind u. E. extrem einfach verständlich, doch offensichtlich werden diese übersehen oder, wie man so schön sagt, einfach nicht dekodiert.
  3. Leider kommt es auch immer wieder vor, dass User gar nicht bis zu ihrem Passwort vordringen, also auf den Link klicken und dann auf den Button klicken. Stattdessen wird der übersandte OneTimeSecret Link aus der Mail kopiert und als Passwort eingesetzt, was natürlich nicht funktioniert, weshalb man genervt ist und zum Hörer greift, von wegen sch... Technik.

Wir empfehlen OneTimeSecret dennoch gern weiter, denn über 90 % unserer Kunden sind sehr zufrieden mit der einfachen Art der Verschlüsselung. Manche nutzen es mittlerweile sogar für eigene Zwecke. OneTimeSecret ohne Anmeldung und damit ohne eigenen Account. Die Nachrichten werden bei dieser Variante sieben Tage lang aufbewahrt. Wer ein Konto anlegt, kann seine Geheimnisse 30 Tage lang aufbewahren und sie zusätzlich noch mit einem Passwort schützen.
Der Service ist komplett kostenlos. Die Webseite erreichen Sie unter www.onetimesecret.com

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Sascha Herbst, Geschäftsführer, Strategie & Beratung

Sascha Herbst

Strategische Beratung & Geschäftsmodelle