10. Mai 2019

Relaunch oder wann wird es Zeit, eine Website wegzuschmeißen?

dreizunull | Blog | Relauch oder webschmeißen

Unter Soldaten kursiert folgender Witz: „Wann wird es Zeit, eine Handgranate wegzuschmeißen? Wenn sie Risse bekommt!“ Das gleiche müsste man auch über Webseiten sagen, doch leider scheint man gern die Risse zu ignorieren und die Detonationen beim User nicht wahrzunehmen. Daher haben wir mal folgende fünf Merkmale zusammengestellt, die jenseits von Geschmack und Budget zwingend zum Handeln auffordern:

  1. Risse in der Sicherheit

CMS-Anbieter, allen voran Wordpress, führten in den letzten Jahren mehrere sogenannte Major-Updates durch. Zwar empfiehlt es sich, nicht sofort jedes Update sofort auszuführen, doch eine Ignoranz von Updates über mehrere Monate oder sogar Jahre kann zu schwerwiegenden Sicherheitslücken führen. Ist die Software tatsächlich mehrere Jahre nicht upgedatet worden, heißt es, Seite wegschmeißen und neu aufsetzen.

  1. Risse in der mobilen Darstellung

Viele Sites schwächeln aufgrund ihres Alters bei der mobilen Darstellung. Responsive Programmierung war vor Jahren entweder noch zu teuer oder zu „fancy“. Da Google sich zum Ziel gesetzt hat, die Mobilfähigkeit von Webseiten zu optimieren, wird es in diesem Jahr viele alte Seiten „erwischen“. Nicht nur, dass sich das Ranking verschlechtert; im schlimmsten Fall wird die Website komplett aus dem Google Index gestrichen.

  1. Risse bei der Ladegeschwindigkeit

Aufgrund veralteter Technologie ächzen viele Sites bei der Ladezeit. Auch dadurch kommt es zu schlechteren Platzierungen in den Suchmaschinen.

  1. Risse bei der Verschlüsselung

Häufig ist die Verschlüsselung mangelhaft und es ist kein SSL-Zertifikat auf dem Server installiert. Auch dadurch kann es zu Abstrafungen bei den Suchergebnissen und schlimmstenfalls zu einer kompletten Streichung aus dem Index kommen.

  1. Risse bei den Plugins/Dienstprogrammen

Auch die Unterprogramme eines CMS unterliegen Halbewertzeiten. Hat man diese nicht im Blick, schwächelt nicht nur die Performance sondern auch die Sicherheit. Mit jedem Update sollte daher ein kritischer Blick auf die Plugins erfolgen und ggf. nachgebessert werden. Ist dies nicht möglich, weil gleich mehrere Dienstprogramme in die Jahre gekommen sind, heißt es wieder, lieber wegwerfen, statt ewig rumflicken.

Diese Liste ließe sich bestimmt unendlich weiterführen – uns ging es an dieser Stelle nur darum, mal ein Augenmerk auf rein technische Aspekte zu legen, die jedem Verantwortlichen einleuchten – selbst wenn man keine Programmierkenntnisse hat. Und so lange es keinen TÜV und keine Zulassungspflicht für Websites gibt, muss man sich selbst behelfen. Wir hoffen, diese kleine Liste hilft. Wenn nicht. Einfach wegschmeißen und eine neue machen.

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Sascha Herbst, Geschäftsführer, Strategie & Beratung

Sascha Herbst

Strategische Beratung & Geschäftsmodelle