16. November 2019

SEO Feenstaub gibt es nicht

Immer wieder erreichen uns Anfragen von Kunden, die auf ihrer Website „bitte noch etwas SEO“ benötigen, damit sie bei Google besser gefunden werden. Verständlich, denn wo beginnt das Darknet? Ab Seite zwei der Sucherergebnisse! Ok, genug gekalauert. Das Thema search engine optimization nehmen wir bei dreizunull sehr ernst. Daher lautet unsere Antwort stets: Wo wollen Sie mit der Website hin? Wieviel Budget steht zur Verfügung? In welchem Zeitraum soll das angestrebte Ziel erreicht werden?

Leider führen unsere Gegenfragen bei der Kundenseite immer wieder zu Erstaunen. Glaubt man doch, SEO bräuchte nur ein paar Klicks und Tricks. Noch ein paar Insider-Verbesserungen im CMS oder Quellcode, schon ginge es mit dem Ranking deutlich nach oben. Online Wunderheilung. Es soll Magier geben, die so etwas können, sie leben hinter den sieben Bergen bei den ... Schluss mit den Märchen:

Der Google Algorithmus wird ständig weiterentwickelt und ist ein wohl behütetes Geheimnis. Was für eine optimale Rankingperformance sorgt, kann heute wohl kaum ein Außenstehender mit absoluter Gewissheit sagen. Die verschiedenen Faktoren, die das Ranking beeinflussen, sind miteinander verzweigt, voneinander abhängig und so komplex, dass es einer regelmäßigen Pflege der Website benötigt. Im Laufe der Zeit haben sich deshalb immer neue Mythen, Best Practices und Must-Haves entwickelt, die der ehemalige Google Mitarbeiter Kaspar Szymanski nun in einem Blogbeitrag teilweise aufgeklärt hat. Wir stellen hier einige dieser größten SEO-Mythen vor:

1. Suchmaschinenoptimierung muss nur einmal vorgenommen werden

Wie bereits erwähnt, passt Google seinen Algorithmus ständig an. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich das Erlebnis für den Benutzer stetig verbessert. Dies hat zur Folge, dass Best Practices, die vor Kurzem noch ein klarer Rankingfaktor waren, morgen schon überholt sein können und angepasst werden müssen. Daher muss SEO als dauerhaftes Projekt verstanden werden, dass nicht nur Verbesserungen am Inhalt, sondern auch einer regelmäßigen Beobachtung und Analyse bedarf.

2. Keywords sind der Schlüssel zu einem guten Ranking

Einige Websitebetreiber werden sich noch an die gute alte Zeit erinnern, als man mit dem gezielten setzen von Keywords das Ranking enorm beeinflussen konnte. Auch heute haben Keywords im Content natürlich noch eine Relevanz, allerdings sind die Faktoren soweit ineinander verzahnt, dass die Wertigkeit der Keywords deutlich gesunken ist. Zudem muss hier auf jeden Fall auch zwischen Meta- und Content-Keywords unterschieden werden. Diese haben laut Szymanski noch nie einen großen Faktor ausgemacht.

3. Social Media Interaktionen sind ein Ranking Faktor

Google beachtet Interkationen wie Likes, Kommentare oder anderweitige Interkationen nicht direkt. Die Nutzerführung in den sozialen Netzwerken sei für Google kein relevanter Faktor, da die erhaltenen Daten oftmals fragmentiert und unzuverlässig seien. Trotzdem ist anzumerken, dass Social Media indirekt ein wichtiges Element für das Ranking darstellt, denn eine hohe Click-Through-Rate führt unweigerlich zu der Annahme, dass die Website eine hohe Beliebtheit bei den Nutzern habe.

4. Das posten immer neue Inhalte verbessert die Platzierung

Nein! Google bevorzugt zwar Webseiten, die Ihren Nutzern aktuelle Inhalte bieten, dies ist aber nicht so relevant, dass es als eigenständiger Rankingfaktor anerkannt werden kann. So würden News-Seiten, die mit einer Redaktion stündlich neue Inhalte posten, die Suchergebnisse jeder Branche dominieren. Und da liegt auch schon Erkenntnis – Google unterteilt Webseiten in verschiedene Kategorien und Branchen, die von der Benutzerabsicht abhängen. Auf einer News-Seite erwartet der Nutzer regelmäßige neue Inhalte, während es auf der Mehrheit der Webseiten ein irrelevanter Faktor ist.

5. Suchmaschinenoptimierung ist vergleichbar

Die Suchmaschinenoptimierung ist so komplex geworden, dass es kein vergleichbarer Wettbewerb mehr ist und auch nie wieder sein wird. Durch die vielen Faktoren kann man eine Website nicht direkt mit einer anderen vergleichen. Die On- und Offpage Attribute werden für jede Website individuell ermittelt. So können Optimierungen, die einer Website zu einem besseren Ranking verholfen haben, auf einer anderen Website nicht zwangsläufig zu den gleichen Ergebnissen führen.

 

Fazit

Auch wenn SEO häufig als Wissenschaft, Kunst oder Magie gesehen wird und ganze Geschäftsfelder geprägt hat, so ist es doch nur eine datengetriebene Analyse, die beobachtet, angepasst und betreut werden muss. Wenn man sich einmal auf diese Erkenntnis eingelassen hat, ist es auch leicht nachvollziehbar, weshalb der Verkauf von einem Stück SEO in den allermeisten Fällen nicht erfolgreich enden kann.

Empfehlung

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Oliver Topp, Webentwicklung

Oliver Topp

Webentwicklung